| Veranstaltung: | 95. Landesschüler*innenparlament |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 6 Antragsphase III – Inhaltliche Anträge |
| Status: | Beschluss |
| Abstimmungsergebnis: | Ja: 30, Nein: 0, Enthaltungen: 10 |
| Beschluss durch: | LSP |
| Beschlossen am: | 09.02.2026 |
| Antragshistorie: | Version 2 |
Leistungsdruck statt Menschlichkeit? – Psychische Gesundheit endlich verpflichtend
Beschlusstext
Das Landesschüler*innenparlament fordert die verbindliche Einführung psychischer
Gesundheit als eigenständiges Fach in allen Jahrgangsstufen.
Die Einführung ist zwingend notwendig angesichts eines massiven Anstiegs
psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, belegt durch
Krankenkassenberichte, Jugendstudien und schulpsychologische Erhebungen.
Depressionen, Angststörungen, Burnout und psychosomatische Beschwerden sind
längst keine Randphänomene mehr.
Das Schulsystem erzeugt permanenten Leistungsdruck, Vergleichszwang und
Versagensangst, verweigert aber gleichzeitig systematische Aufklärung über deren
Folgen und Prävention. Dieses Schweigen ist strukturelle
Verantwortungslosigkeit.
Psychische Gesundheit ist keine Zusatzkompetenz, kein „Soft Skill“, sondern
Voraussetzung für Lernfähigkeit, Teilhabe und ein menschenwürdiges Leben. Ein
Bildungssystem, das mentale Gesundheit ignoriert, verletzt seinen eigenen
Anspruch.
