| Veranstaltung: | 96. Landesschüler*innenparlament |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 9. Antragsphase III – Inhaltliche Anträge |
| Antragsteller*in: | Jannes Hagemeier (Stellv. LSS) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 08.05.2026, 21:37 |
A3: Schulbeginn neu denken: Später starten, besser lernen
Antragstext
Das Landesschüler*innenparlament wolle beschließen,
Die Landesregierung und das für Bildung zuständige Ministerium werden
aufgefordert, den regulären Schulbeginn an weiterführenden Schulen grundsätzlich
auf 9:00 Uhr festzulegen.
Abweichungen von diesem Zeitpunkt sollen weiterhin möglich sein, müssen jedoch
pädagogisch oder organisatorisch begründet werden.
Ziel jeder Schule soll sein, den Schulalltag stärker an wissenschaftlichen
Erkenntnissen über den Schlafrhythmus von Kindern und Jugendlichen auszurichten
und dadurch Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden zu fördern.
Begründung
Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass insbesondere Jugendliche einen biologisch bedingten späteren Schlafrhythmus haben. Ein früher Schulbeginn führt daher häufig zu chronischem Schlafmangel.
Schlafmangel wirkt sich nachweislich negativ aus auf:
- Konzentrationsfähigkeit und Lernleistung
- psychische Gesundheit
- Motivation und allgemeines Wohlbefinden
Untersuchungen, unter anderem aus der Schweiz, belegen, dass ein späterer Schulbeginn zu mehr Schlaf, besserer mentaler Gesundheit und geringeren Erschöpfungssymptomen führt, ohne negative Auswirkungen auf den schulischen Erfolg.
Ein Schulbeginn ab 9:00 Uhr trägt dazu bei:
- die Leistungsfähigkeit von Schüler*innen zu steigern
- gesundheitliche Belastungen zu reduzieren
- die Chancengerechtigkeit zu verbessern
Gleichzeitig bleibt Schulen durch begründete Ausnahmen die notwendige Flexibilität erhalten, um auf organisatorische Besonderheiten reagieren zu können.

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