| Veranstaltung: | 95. Landesschüler*innenparlament |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 6 Antragsphase III – Inhaltliche Anträge |
| Antragsteller*in: | Magnus Erdmann, Jannes Hagemeier, Emma Söncksen (LSS, Stellv. LSS, SV-BBZ Rendsburg-Eckernförde) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 26.01.2026, 22:21 |
A11: Schulrankings verbieten – Bildung ist kein Markt
Antragstext
Das Landesschüler*innenparlament stellt fest, dass Schulrankings
wissenschaftlich unhaltbar sind.
Sie ignorieren soziale Rahmenbedingungen, verzerren Leistungsdaten und führen zu
Stigmatisierung ganzer Schulgemeinschaften. Internationale Vergleiche zeigen,
dass Wettbewerb zwischen Schulen Ungleichheit verstärkt, nicht reduziert.
Daher fordert das Landesschüler*innenparlament ein Verbot öffentlicher
Leistungsrankings zwischen Schulen.
Bildung ist ein öffentliches Gut. Wer sie in Ranglisten presst, ersetzt
Förderung durch Selektion.
Begründung
Schulrankings suggerieren Objektivität, sind aber wissenschaftlich unhaltbar. Sie ignorieren soziale Rahmenbedingungen und reduzieren Bildung auf Zahlen.
Das Ergebnis ist Stigmatisierung: Schulen mit schwierigen Voraussetzungen werden öffentlich abgewertet, während privilegierte Standorte profitieren. Wettbewerb ersetzt Förderung, Selektion ersetzt Solidarität.
Bildung ist ein öffentliches Gut. Wer sie in Ranglisten presst, behandelt sie wie ein Produkt – und scheitert an ihrem eigentlichen Auftrag.

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