| Veranstaltung: | 95. Landesschüler*innenparlament |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 6 Antragsphase III – Inhaltliche Anträge |
| Antragsteller*in: | Magnus Erdmann, Jannes Hagemeier (LSS, Stellv. LSS) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 26.01.2026, 22:22 |
A12: Machtmissbrauch ist strukturell – Pflichtfortbildungen für Lehrkräfte
Antragstext
Das Landesschüler*innenparlament stellt fest, dass Schule ein strukturelles
Machtverhältnis ist.
Lehrkräfte bewerten, sanktionieren und entscheiden über Bildungswege. Dennoch
existieren kaum verpflichtende Fortbildungen zu Machtmissbrauch,
Grenzverletzungen oder institutioneller Verantwortung.
Daher fordert das Landesschüler*innenparlament verpflichtende, regelmäßige
Fortbildungen für alle Lehrkräfte zu Machtstrukturen, Schutzkonzepten und
Beschwerdemechanismen.
Machtmissbrauch ist kein Einzelfallproblem – er ist ein Strukturproblem. Wer das
ignoriert, schützt Täter, nicht Schüler*innen.
Begründung
Schule ist ein Machtverhältnis. Lehrkräfte benoten, sanktionieren und entscheiden über Bildungswege. Trotzdem wird Machtmissbrauch fast immer als „Einzelfall“ abgetan.
Das Problem ist strukturell: fehlende Reflexion, fehlende Schulung, fehlende Beschwerdewege. Prävention beginnt nicht bei Strafen, sondern bei Anerkennung von Verantwortung.
Wer Macht ausübt, muss lernen, sie zu reflektieren. Alles andere ist fahrlässig.

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