Die psychische Gesundheit der Schüler*innen stellt eine wachsende Herausforderung des Alltags dar. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass psychische Belastungen bei jungen Menschen gravierend zunehmen. Besonders im schulischen Rahmen wird dies sichtbar, da Schüler*innen einen Großteil ihrer Zeit in den Schulen verbringen.
Lehrkräfte nehmen im Schulalltag eine zentrale Rolle als Bezugspersonen ein und sind häufig die ersten, die Veränderungen im Verhalten oder mögliche Krisensituationen wahrnehmen. Aufgrund dieser großen Verantwortung bedarf es eines qualifizierten Umgangs mit psychischen Belastungssituationen, der gewährleistet werden muss. Dies dient auch dem Selbstschutz der Lehrkräfte.
Während die Erste-Hilfe-Ausbildung bereits verpflichtend etabliert ist, um bei körperlichen Notfällen handlungsfähig zu sein, fehlt eine vergleichbare systematische Qualifizierung im Bereich der psychischen Gesundheit. Die Einführung einer MHFA-Fortbildung schließt diese Lücke und stärkt die Handlungssicherheit von Lehrkräften im schulischen Alltag. Ziel ist es, die frühzeitige Erkennung psychischer Krisen zu verbessern, angemessene Erstreaktionen zu ermöglichen und eine sichere Weiterleitung an professionelle Hilfesysteme zu gewährleisten. Eine Lehrkraft kann und darf hierbei jedoch niemals die professionelle Arbeit von Schulpsycholog*innen und Schulsozialarbeiter*innen ersetzen, deren flächendeckender Ausbau parallel dazu uneingeschränkt weiter vorangetrieben werden muss.

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