| Veranstaltung: | 96. Landesschüler*innenparlament |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 6. Antragsphase II - Workshopanträge |
| Antragsteller*in: | Verbesserung des Unterrichts und Schule |
| Status: | Eingereicht (ungeprüft) |
| Eingereicht: | 22.05.2026, 14:10 |
Zukunftsfähige Lehrpläne
Antragstext
Das Landesschüler*innenparlament wolle beschließen:
Die Lehrpläne der BS SH in folgenden Punkten zu reformieren:
1. Medienbildung als verbindliche Querschnittsaufgabe
Medienkompetenz soll nicht nur punktuell behandelt, sondern systematisch in
allen geeigneten Fächern verankert werden. Dazu gehören:
Der kritische Umgang mit sozialen Medien und Nachrichtenquellen (Fake
News, Desinformation, Cybermobbing und Deepfakes)
Der kritische und bewusste Umgang mit KI-tools
Der sichere Umgang mit digitalen Tools im schulischen und beruflichen
Kontext
2. Stärkung politischer und historischer Bildung
Politische und historische Bildung sollen stärker gewichtet und klar
strukturiert vermittelt werden:
Einführung bzw. Aufwertung eines eigenständigen Fachs „Politik“ mit Fokus
auf Demokratiebildung, Wahlen, Grundrechte und gesellschaftliche Teilhabe
Eigenständiger, kontinuierlicher Geschichtsunterricht zur Förderung von
historischem Verständnis und Einordnung aktueller Entwicklungen
Regelmäßige Einbindung aktueller politischer Themen in den Unterricht (vor
allem Landtagswahlen, kommunale Politik)
3. Lebenspraktische Kompetenzen: Erste Hilfe und Alltagsbildung
Die Lehrpläne sollen stärker auf praktische Lebenskompetenzen ausgerichtet
werden:
verpflichtende Erste-Hilfe-Kurse während der Schulzeit
Vermittlung grundlegender Kenntnisse zu Gesundheit, Notfallsituationen und
Verantwortung im Alltag
Erweiterung um Themen wie Finanzen, Miete, Versicherungen und Arbeitswelt
(Grundlagen der „Lebensbildung“)
4. Weiterentwicklung des Religions-, Philosophie- und Ethikunterrichts
Der Unterricht soll stärker pluralistisch und lebensweltorientiert gestaltet
werden:
Einführung eines eigenständigen Fachs "Geisteswissenschaften" mit
gleichwertiger Darstellung verschiedener Religionen und Weltanschauungen
verpflichtende ethische Grundbildung unabhängig von konfessioneller
Zugehörigkeit
stärkere Behandlung gesellschaftlich relevanter Themen wie Toleranz,
Diskriminierung und Wertebildung
5. Modernisierung der Sexualkunde
Der Sexualkundeunterricht soll zeitgemäß, offen und umfassend gestaltet werden:
Berücksichtigung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt
Aufklärung über Einvernehmlichkeit, Grenzen und respektvolle Beziehungen
Stärkere Einbindung von Themen wie mentale Gesundheit, Körperbild und
Schutz vor sexualisierter Gewalt
Kontinuierliche Vermittlung statt einmaliger Behandlung
Begründung
Erfolgt Mündlich.

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