Schule darf im Jahr 2026 kein reiner Ort der starren Wissensvermittlung sein, sondern muss als gesunder Raum für soziale Interaktion und persönliche Entwicklung verstanden werden. Da Lehrkräfte gegenüber Schüler*innen in einem strukturellen und gesetzlichen Machtverhältnis stehen, ist ein tiefes Bewusstsein über diese Rolle unabdingbar, um Grenzüberschreitungen und psychologischem Fehlverhalten wirksam vorzubeugen.
Modelle wie Grawes Konsistenztheorie oder Antonovskys Salutogenese bieten Lehrkräften das notwendige wissenschaftliche Handwerkszeug, um Schüler*innen in ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen und Konflikte konstruktiv zu lösen.
Besonders an den berufsbildenden Schulen, an denen ein extrem hoher Anteil an Quer- und Seiteneinsteiger*innen ohne klassisches Pädagogikstudium unterrichtet, ist eine verbindliche, nachgelagerte Qualifizierung in diesen Bereichen existenziell. Nur durch die systematische Schulung aller im Lehrdienst tätigen Personen – unabhängig von ihrem Ausbildungsweg – garantieren wir langfristig ein diskriminierungsfreies, entwicklungsförderndes Schulklima und eine hohe pädagogische Beziehungsqualität.

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