Eine zeitgemäße schulische Aufklärung muss die gesellschaftliche Realität des Jahres 2026 widerspiegeln. Themen wie geschlechtliche Vielfalt, sexuelle Orientierungen und die kritische Reflexion medizinischer Verhütungsmethoden sind für die Identitätsentwicklung junger Menschen von zentraler Bedeutung.
Da an berufsbildenden Schulen (BBS) im dualen System kein isolierter Biologie- oder Sexualkundeunterricht existiert, müssen diese Inhalte zwingend als fächerübergreifendes Bildungsziel verankert und in gesellschaftswissenschaftliche Kernfächer wie Wirtschaft/Politik (WiPo) integriert werden, um alle Schüler*innen zu erreichen.
Ein moderner Unterricht muss zudem aktiven Schutz vor Grenzüberschreitungen bieten. Für Schüler*innen im Vollzeitbereich ist die gezielte Prävention von Sexismus und sexueller Belästigung im digitalen und physischen Raum Schule inklusive der Aufklärung über schulinterne Hilfssysteme unerlässlich.
Für Auszubildende, die im dualen System in betriebliche Hierarchien eingebunden sind, erweitert sich diese Notwendigkeit um die Arbeitswelt. Schulen müssen ihrer Schutzfunktion nachkommen und die rechtlichen Abwehr-, Beschwerde- und Leistungsverweigerungsrechte nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbindlich vermitteln, um Jugendliche vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu schützen.

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