| Veranstaltung: | 95. Landesschüler*innenparlament |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 6 Antragsphase III – Inhaltliche Anträge |
| Antragsteller*in: | LSV-Vorstand (dort beschlossen am: 02.02.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 02.02.2026, 23:39 |
A35: Eine Plattform, sie alle zu knechten
Antragstext
Das LSP wolle beschließen,
Die Landesregierung und das für Bildung zuständige Ministerium werden
aufgefordert, eine einzige digitale Umsetzung unterschiedlicher
schulorganisatorischer Funktionen für den schulischen Verwaltungszweck zu
verwenden. Dieses soll nicht nur
eine digitale Stundenplanumsetzung,
Möglichkeiten zur strukturierten Stellung und Abgabe von Aufgaben sowie
zur Durchführung von Umfragen,
ein digitales Klassenbuch, einschließlich Fehlzeiten und Entschuldigungen,
Chatfunktionen,
Ein Terminportal, welches alle relevanten Termine für die jeweilige Person
enthält sowie
eine Auflistung aller Leistungsbewertungen, unter insbesondere Beachtung
des Datenschutzes, einschließlich automatisch berechneter Durschnitts- und
voraussichtlicher Abschlussnoten
umfassen.
Begründung
Ein einheitliches digitales Portal würde mehrere wesentliche Verbesserungen mit sich bringen.
Erstens würde es die tägliche Unterrichtsorganisation erheblich vereinfachen. Lehrkräfte würden weniger Zeit für administrative Tätigkeiten benötigen und könnten sich stärker auf den Unterricht und die pädagogische Arbeit konzentrieren. Schüler*innen würden leichter den Überblick über Abgaben, Termine und Kommunikationswege behalten.
Dies fördert Verlässlichkeit, Selbstständigkeit und Struktur.
Zweitens würde die Zusammenführung aller relevanten Funktionen in einer einzigen Plattform die Transparenz im Schulalltag deutlich erhöhen. Wichtige Informationen wären jederzeit zentral verfügbar. Dies reduziert Missverständnisse, verhindert Informationsverlust und schafft gleiche Ausgangsbedingungen für alle Beteiligten, unabhängig davon, wie sicher sie im Umgang mit verschiedenen digitalen Systemen sind.
Drittens stärkt ein integriertes Portal die schulische Kommunikation. Ein klarer, einheitlicher, digitaler Raum erleichtert den Austausch zwischen Lehrkräften und Schülern. Der Zugriff auf Aufgaben, Mitteilungen, Entschuldigungen, Leistungsübersichten und Termine erfolgt unkompliziert und ohne ständiges Wechseln zwischen Anwendungen.
Viertens trägt ein solches Portal wesentlich zur Modernisierung und Professionalisierung der Bildungslandschaft im Land Schleswig-Holstein bei. Viele Bundesländer sowie zahlreiche Bildungseinrichtungen in Europa setzen bereits auf umfassende digitale Lösungen, die die Unterrichtsorganisation vereinfachen und die Verwaltung digitalisieren. Ein vergleichbares Portal wäre ein deutlicher Schritt hin zu zeitgemäßer Bildungstechnologie und würde die digitale Strategie des Landes langfristig stärken.
Schließlich bietet ein einheitliches Portal auch eine spürbare Entlastung im Hinblick auf Datenschutz und Datensicherheit. Anstelle mehrerer verschiedener Plattformen mit unterschiedlichen Standards könnte ein zentrales, staatlich verwaltetes System klare, verlässliche und einheitliche Datenschutzregeln gewährleisten. Dies stärkt das Vertrauen aller Beteiligten und erleichtert rechtssichere Abläufe.

Kommentare
Magnus Erdmann: