| Veranstaltung: | 95. Landesschüler*innenparlament |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 6 Antragsphase III – Inhaltliche Anträge |
| Antragsteller*in: | Jannes Hagemeier (Stellv. LSS) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 01.02.2026, 17:17 |
A18: Zukunftswerkstatt: Berufsbildende Schule – Wettbewerb für Innovation
Antragstext
Das LSP möge beschließen:
Das Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung
und Kultur (MBWFK) wird aufgefordert, einen landesweiten Ideenwettbewerb ins
Leben zu rufen.
- Der Wettbewerb soll jährlich stattfinden, um die kreativen Projekte der
Berufsschüler*innen des Landes sichtbar zu machen und gezielt zu fördern.
- An dem Wettbewerb sollen alle Berufsbildenden Schulen des Landes
teilnehmen können. Hierfür werden Ideen innerhalb der Klassen, der
Schülervertretungen sowie in Projektgruppen gesammelt. Jede Berufsbildende
Schule kann eine Projektidee einreichen. Über die Auswahl des Projektes
wird in einem schulinternen Abstimmungsverfahren entschieden.
- Das Ministerium finanziert die volle Umsetzung mindestens eines
ausgewählten Projektes pro Wettbewerbsdurchführung.
- Die eingereichten Projekte werden von einer Jury bewertet, die ein
Siegerprojekt auswählt. Die Jury setzt sich mindestens aus Vertreter*innen
der Landesschülervertretung, der Lehrkräfte, der Schulleitungen sowie des
MBWFK zusammen. Die Bewertungskriterien sind vorab transparent zu
veröffentlichen; die Entscheidung ist schriftlich zu begründen. Die
Kriterien umfassen insbesondere Innovationsgehalt, Umsetzbarkeit,
Nachhaltigkeit und den Nutzen für die Schulgemeinschaft.
- Eine Vertretung des MBWFK wird am Tag der Projektdurchführung anwesend
sein und das Projekt begleiten. Das Projekt wird auf der Website des
Landes transparent dokumentiert und dient als Inspiration für weitere
Ideen.
- Alle weiteren Projekte, die von der Jury als besonders gelungen eingestuft
werden, werden ebenfalls auf der Website des Landes vorgestellt, sodass
sich Schulen dort Anregungen und Inspiration holen können.
Begründung
Berufsschüler*innen kennen ihren Ausbildungsalltag sowie die Stärken und Probleme an Schulen und in Betrieben aus erster Hand. Ein strukturierter Ideenwettbewerb gibt ihnen die Möglichkeit, konkrete Verbesserungsvorschläge zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Beteiligung praktisch zu erleben.
Durch die finanzielle Förderung und die öffentliche Anerkennung wird das Engagement der Lernenden sichtbar gemacht und wertgeschätzt. Gleichzeitig profitieren Schulen und Betriebe von praxisnahen, innovativen Projektideen und können erfolgreiche Beispiele auf andere Standorte übertragen. Der Wettbewerb stärkt die Rolle der Schülervertretungen und der Landesschülervertretung, fördert Projektarbeit und Kooperation sowie Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, Kreativität und Problemlösungskompetenz. Damit leistet er einen nachhaltigen Beitrag zur Qualitätsentwicklung der Berufsbildenden Schulen im gesamten Land.

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